Das Konzept des Kulturpavillon
 

Es war einmal . . .

Kurz vor Weihnachten 2017 beschließen der Sponsor Detlef Knechtel und die Dötlingen Stiftung gemeinsam, aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen und lang anhaltender massiver und persönlicher Kritik von einzelnen Mitgliedern der Bürgerinitiative "Aktive Bürgerteiligung jetzt!", Abstand vom Projekt "Kulturpavillon" zu nehmen. Die in Aussicht gestellte Spende in Höhe von 1,5 Millionen Euro wurde zurückgezogen.

Anfang 2017 erhielt die Gemeinde Dötlingen eine einzigartige Chance für eine attraktive und zukunftweisende Weiterentwicklung. Der private Investor Detlef Knechtel stellte der Dötlingen Stiftung 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, die damit im Dorf Dötlingen einen Ort künstlerischen / kulturellen Austausches / ein Haus der Begegnung, schaffen sollte.

Auf Wunsch des Spenders sollte ein modernes Gebäude in Form eines achteckigen Glas-Pavillons mit fünf eingelassenen Steinquadern erstellt werden. Die Anordnung der Gebäudeteile sollte einen Dorfplatz mit umliegenden Gebäuden symbolisieren.

Der Kulturpavillon sollte ein Ort der Begegnung, der kulturellen und musischen Veranstaltungen und der Ausstellungen werden in einem Raum, der den kulturhistorisch interessierten Gästen mannigfaltige Möglichkeiten der Unterhaltung, Information und Auseinandersetzung mit Kunst, Kultur und Geschichte bieten sollte.

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft waren als die drei Bindeglieder zwischen der Geschichte des Dorfes seit der frühen Besiedelung, den modernen, aktuellen Lebensbedingungen und -möglichkeiten sowie der Zukunft für uns und unsere Kinder angedacht.

Mit Hilfe digitaler Technik sollte ein lebendiges „Geschichtsband“ mit der Entwicklung des Dorfes von der ersten urkundlichen Erwähnung über die Lage an der „Straße der Megalithkultur“ und dem modernen, lebens- und liebenswürdigen Ort informieren.

Weitere Kabinette sollten auf vielfältige Weise für Dauerausstellungen mit Werken unserer historischen Künstler, für Workshops, Versammlungen etc. genutzt werden.

Ausstellungen mit Werken zeitgenössischer Künstler sollten sowohl in einem der Kabinette als auch auf flexiblen Stellwänden im Innenraum präsentiert werden. Für größere Veranstaltungen, Konzerte, Theateraufführungen, Ratssitzungen, Trauungen usw. hätte der großzügig gestaltete Innenraum Platz für ca. 100 bis max. 150 Gäste geboten. Eine absenkbare Bühne sollte dabei eine flexible Nutzung des Raumes gewährleisten.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen, der Musikschule des Landkreises, der Kirchengemeinde, den Vereinen und der Gastronomie war geplant. Rat und Verwaltung der Gemeinde Dötlingen hatten bereits zugesagt, dafür ein Grundstück in zentraler Lage zur Verfügung zu stellen.

Das neue Gebäude sollte die Möglichkeit bieten, dies alles unter „ein Dach“ zu bringen.

Doch das Projekt hat in diesem Jahr nicht nur die Dötlingen Stiftung, sondern auch eine Reihe von Bürgern in hohem Maße bewegt. Die Kritik an einem geplanten Standort im Dorfgarten führte im Sommer 2017 zur Gründung der Initiative „Aktive Bürgerbeteiligung jetzt!“.

In der Zusammenarbeit mit Vertretern der Initiative wurden jedoch unüberbrückbare Differenzen hinsichtlich der Beteiligung an der Gestaltung und der Nutzung des Gebäudes erkennbar, die eine sachliche Auseinandersetzung sehr erschwerten, denn der Hauptzweck der Dötlingen Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur. Falls ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, kann die Stiftung auch Natur- und Landschaftsschutz sowie erhaltenswürdige Gebäude in Dötlingen fördern.

Nun hat der Spender aufgrund der lang andauernden massiven und oft persönlichen Kritik von einzelnen Mitgliedern der Bürgerinitiative beschlossen, das Projekt „Kulturpavillon" nicht weiter zu verfolgen, denn er möchte mit seinem Geschenk nicht zur Spaltung des Dorfes beitragen. Die Entscheidung, von diesem Projekt Abstand zu nehmen, wurde seitens des Spenders und der Dötlingen Stiftung letztlich einvernehmlich getroffen.

Das ist zwar schade, jedoch unvermeidlich, um weiteren Unfrieden zu vermeiden.

Die Dötlingen Stiftung bedankt sich bei dem Spender für seine seriöse Absicht, der Gemeinde ein solch großzügiges und zukunftsweisendes Geschenk zu machen und seine Geduld angesichts der oftmals persönlichen Kritik, die in den letzten Monaten ertragen werden musste.

Der Dank der Dötlingen Stiftung geht auch an den Rat und die Verwaltung der Gemeinde sowie an alle Bürgerinnen und Bürger, die das Projekt bis zuletzt positiv und konstruktiv begleitet haben.

Wir werden uns in der Dötlingen Stiftung weiterhin dafür stark machen, dass der Slogan "Unser Dorf hat Zukunft!" angemessen und richtig bleibt - auch wenn hier gerade eine großartige Chance dazu vergeben wurde.

 

 
 © Dötlingen Stiftung 2018