Programm 2011

Puentes-Quartett: Tangoimpressionen

Mit dem Auftaktkonzert der diesjährigen KulturPur-Reihe am Freitag 11.03.2011 um 19.30 Uhr wollte die Dötlingen Stiftung musikalische Brücken bauen. Tangofans waren herzlich dazu eingeladen, das Puentes-Quartett bei seinem Brückenschlag durch die Geschichte und Entwicklung des Tangos zu folgen.

Hier zeigt sich auch die Idee des Quartetts, nationale und musikalische Brücken zu bauen. Wenngleich die Musiker aus Argentinien, England und Deutschland in der klassischen Literatur zu Hause sind, hat der Erfolg ihrer Tangokonzerte sie inspiriert, sich im Besonderen der Tango-Musik Argentiniens zu widmen. Nicht nur Tangoliebhaber sondern auch Zuhörer klassischer Konzerte fühlen sich vom PUENTES-QUARTETT angezogen und lassen sich begeistern.

Dabei beeindruckt vor allem das beredte Miteinander der vier Musiker, denen die Arrangements dieser traditionellen Tangos reihum den Einsatz geben, so dass mal das klagende Cello (Sandra Denby), mal die melancholisch erzählende Viola (Marie Harders-Sauer) oder eine der beiden sehnsüchtig schwärmerischen oder stolz und virtuos sich präsentierenden Geigen (Gerardo Miranda, Dorothea Sack) im Vordergrund stehen. Mit leidenschaftlich vibrierenden Tremoli, seufzenden Portamenti und erfrischenden Glissandi sowie mit virtuosen Kantilenen in hoher Diskantlage tragen die Musiker diese Musik authentisch vor.

Jedes einzelne der Quartettmitglieder spielt seinen Part souverän und überzeugend. Begeisternd jedoch ist das perfekte Zusammenspiel der vier Musiker, das sich auch in den meisterhaft interpretierten Piazzolla-Stücken erweist, in liebevoll ausgearbeiteten Details, einzelnen Motiven, abrupten Stimmungswechseln und rauschhaften Steigerungen wie im abschließenden "Libertango".

Der Tango muss nicht getanzt werden, um ins Blut zu gehen. Wird er so gespielt, wie es dem Streichquartett Puentes gelingt, reicht auch einfach nur Zuhören!

Das Programm

 
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